Koreanisch lecker. Der Pojangmacha-Markt.

erstellt am: 10.03.2016 | von: Vera Block | Kategorie(n): Aktuelle Sendungen zum Nachhören, Essen & Trinken

Berlin hat in Sachen Foodtrends immer wieder was Neues parat. Jede Woche finden über die Stadt verteilt Street Food Märkte und Events statt. Eine Veranstaltung hat sich dabei einen echten Cult-Status „erkocht“ – der Koreanische Street Food Market in Berlin Mitte. Der findet ein Mal im Monat statt, und auch ich habe die Gelegenheit genutzt, um mich durch die koreanische Küche zu schlemmen. Und ich bin Pappsatt geworden! ​

Hähnchen in Sojamarinade

Ich habe mit Hähnchenflügel angefangen, die in scharfer Sojasoße mariniert und frittiert waren. 

 

Kimchi-Pfannkuchen & Ddeokbughi

Dann gab es Ddeokbughi. Das sind fingerdicke Reismehlnudeln, die innen nicht hohl sind, sondern wie eine XXL-Spaghetti, nur in mundgerechte Stücke geschnitten. Sie werden mit scharfer Tomaten- und Kimchi-Soße serviert. Auf dem Teller gab es noch ein paar flache quadratische fischig schmeckende Nudelteig-Teilchen. Ich mochte´s.

Der koreanische Street Food Market ist  eines der neueren Foodevent-Trends  in Berlin und gerade eine Art Place to be! Aber vor allem to eat!

Schnell und Heiß

Der allererste Pojangmacha-Markt fand bereits 2014 statt. Der Name bedeitet auf Koreanisch soviel wie Straßenhändlermarkt. In Korea gibt es viele kleine mobile Küchen, die Snacks auf die Hand oder auch ganze Gerichte anbieten. Und es ist hier, auf dem Berliner Pojangmacha-Markt genauso eng, heiß und laut, wie in Seoul auf einem Straßenmarkt –  bestätigen viele, die in Korea waren. Einige Foodblogger bemängeln, dass der Berliner Markt die Fülle der koreanischen Küche nicht so gut abbildet, es gebe wohl viel mehr. Trotzdem habe ich viele Koreaner und ganze koreanische Familien gesehen. Was ein gutes Zeichen ist, wenn es darum geht, ob das Essen original schmeckt.

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Grundsätzlich ist aber der Pojangmacha-Markt hoffnungslos überlaufen, bereits kurz nach der Eröffnung um 18 Uhr gab es eine lange Schlange vor dem Eingang. Innen drin stehen Leute wieder an – für koreanische BBQ-Burger oder das koreanische "Sushi" Kimbab. Es gab sogar das koreanische Nationalgericht Bibimbap – Reis mit Gemüse, Fleisch und rohem Ei. Na ja, in TO-GO-Version. 😉

Die meisten Gerichte sind wohl nix für zarte Mägen. Eher würzig und deftig. Hmmmm!

Süßigkeiten

Der Pojangmacha-Markt ist in erster Linie ein kulinarisches Abenteuer und man sollte schon eher „hart im Nehmen sein“. Aber einiges kann man ohne Scharfmacher bestellen und es gibt auch süße Köstlichkeiten. Wie die kleinen Gebäckstückchen aus dickerem Pfannkuchenteig mit Bohnen-Paste gefüllt. Ich war von ihnen sehr angetan. Es war ein schönes Abenteuer, durch den Pojangmancha-Markt zu schlemmen, überall verschiedene Sprachen und Gerüche. Die Enge hat mich gar nicht so sehr gestört.

Die Preise sind gepfeffert!

 

Koreanisches Sushi

Inzwischen zahlt man ja auf vielen Berliner Street Food Märkten enorme Preise für kleine Häppchen. So habe ich auch zum Beispiel für vier frittierte Hähnchenflügel 5 Euro bezahlt. Aber Berliner, vor allem junge Berliner, sind anscheinend bereit, auch viel zu bezahlen, wenn es darum geht, ein kulinarisches Abenteuer zu erleben.

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