Großes Kino groß in Mode. Berlin Fashion Film Festival zeigt Trends der Modebranche.
08.06.2017 by

Fashion-Filme sind Visitenkarten der Modeunternehmen. Aber sie zeigen mehr als neueste Kollektionen: Sie vermitteln Ideen zur Selbstdarstellung und Selbstgestaltung. Am Donnerstag beginnt in Berlin das Fashion Film Festival.

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Fashion-Filme sind die Musikvideos von heute – wird Frank Funke, der Gründer des Berlin Fashion Film Festivals (BFFF) gerne zitiert. So wie früher die Musiksender ganze Generationen in Stil und Haltung prägten, tun es heute die Fashion-Filme. Ihr Einfluss ist so groß, dass es inzwischen mehrere Fashion-Film-Festivals weltweit gibt. Das Berlin Fashion Film Festival gilt als eines der einflussreichsten. Seit 2012 kommen in Berlin im Juni Filmleute, Werbeprofis und Modemacher zusammen, um neue Trends auszuloten, Ideen auszutauschen und im Wettbewerb, an dem mehrere hundert Kurzfilme teilnehmen, die besten zu wählen.

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„Deutsche Bratwurst ist langweilig“. Zu Besuch beim Berliner Metzger Simon Ellery.
08.06.2017 by

Der Sommer ist da. Die Grillsaison ist eröffnet. Bratwürste für alle! Die Bratwurst ist in der letzten Zeit zu einem absoluten Trendprodukt aufgestiegen. Und Wurstproduzenten zu Stars der Food-Szene. Einer von ihnen – Simon Ellery.

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Der gebürtige Neuseeländer ist zwar deutscher Fleischermeister, weiß aber seinen Produkten einen herzhaften angelsächsischen Touch zu verpassen. Produziert wird in den Hinterräumen einer kleinen Metzgerei in Berlin Prenzlauer Berg. Simon Ellery trägt eine bodenlange Schürze und Gummistiefel, in denen er beeindruckend elegant über dem nassen Boden gleitet: Vom Räucherofen zum Kühlraum, dann zum Arbeitstisch, das Filetiermesser wetzen und ran den Speck, im wahrsten Sinne des Wortes – Simon Ellery macht gerade Bacon.

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State of Design Berlin 2017: Gestaltung zwischen Theorie, Praxis und Nachhaltigkeit.
02.06.2017 by

So wie Februar in Berlin die Berlinale-Zeit ist, ist Ende Mai – Anfang Juni die Zeit für Design. DMY – das Design-Event zieht zu dieser Jahreszeit kreative Gestalter aus der ganzen Welt an. Nur nicht dieses Jahr. Das DMY genehmigt sich eine Kreativpause. In die Bresche ist aber ein anderes Event gesprungen, das bereits letztes Jahr stattfand und nun konkurrenzlos die Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann. State of Design Berlin lädt zu einer Ausstellung, Diskussionen und spannenden Begegnungen.

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"Wir wollen aufzeigen, dass Design ist ein Prozess, betrifft uns alle,“

sagt Alexandra Klatt, die Mitorganisatorin des Festivals. Sie überblickt die weißgeflieste Halle des Vollgutlagers der ehemaligen Kindl Brauerei in Neukölln. Eine der IN Locations in Berlin und der Austragungsort von State of Design Berlin. Letztes Jahr war das noch eine Konferenz mit kleineren Veranstaltungen an diversen Orten der Stadt. Nun sollen vier Tage lang auf zwei Ebenen aktuelle Trends und richtungsweisende Erkenntnisse in Sachen Design präsentiert werden:

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Von Brotlaiben und Bäckerseelen.
30.04.2017 by

Brot, eigentlich ein Grundnahrungsmittel, erlebt in den letzten Jahren eine Art Wiederentdeckung. Nachdem es lange Zeit einfach eine essbare Unterlage für Wurst, Käse und Marmelade war, wird Brotgenuss heutzutage regelrecht zelebriert. Auch das Handwerk des Bäckers gewinnt wieder an Ansehen und Attraktivität.

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Entweder man hat das im Blut, oder man hat's nicht im Blut. Bäcker ist ein Beruf, der auch ein Stück Berufung ist“, sagt Michael Wittmaack. Der Produktionsleiter in der Berliner Bio-Bäckerei Beumer und Lutum spricht aus Erfahrung. Er ist Bäckermeister mit ein paar Jahrzehnten Berufserfahrung. Und weiß: in jedem Leib Brot steckt auch die Seele des Bäckers: „Man will ein Produkt entwickeln, das ein anderer Mensch kauft und auch verzehrt und was dem auch schmeckt. Was denn anderen Menschen halt Freude macht, das glaube ich wirklich“.

Als Michael Wittmaack anfing, musste man noch 50-Kilo Mehlsäcke auf dem Rücken in die Backstube schleppen.

 

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„Es gibt entweder den Schrecken oder die Schönheit. Nichts dazwischen“. Mia Florentine Weiß über ihre neue Ausstellung MEMENTO MORI
30.03.2017 by

Es gibt entweder den Schrecken oder die Schönheit. Nichts dazwischen“, sagt die Performance-Künstlerin Mia Florentine Weiß und meint damit ihre Ausstellung MEMENTO MORI. Darin verbindet sie ihre ganz persönlichen Erfahrungen, ihren nackten Körper und ihre unruhigen Gedanken mit den Gegenständen, die den heutigen Alltag vielerorts bestimmen – Waffen, Stacheldraht, Gitter. Ein Besuch im Atelier der Extrem-Künstlerin.
 

Mia Florentine Weiß

Die Gebärmutter von Mia Florentine Weiß hat eine Anomalie. Sie ist nicht symmetrisch. Die Künstlerin zeigt auf ein Bild aus Neonleuchten, das in einer dunklen Ecke ihres Ateliers hängt. Aus der Ferne erinnert es an einen Stierschädel. Doch es ist ein Uterus. Ihr Uterus. Ur-Uterus, wie Mia Florentine Weiß das Werk nennt.

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Strudelka: Ein Schmähbericht über den Besuch im „original Wiener Strudelcafé“ im Wedding.
17.02.2017 by

Wenn ein Café sich Strudelka in Anlehnung an das legendäre Hawelka in Wien nennt, könnte man vermuten, die Café-Betreiber würden zumindest einen Versuch unternehmen, dem Original in irgendeiner Weise Tribut zu zollen. Zumal Strudelka sich auf der Internetseite als das „original Wiener Strudelcafé“ vorstellt.

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Nun, ist das Hawelka im 1. Wiener Bezirk ein schummriges Lokal, mit dunklem Holz und runden Bistro-Tischen mit weißen Marmorplatten, an den Wänden hängen dort Plakate alter Filmklassiker und die Besucher stecken ihre Nasen in Tageszeitungen. Strudelka befindet sich in Berlin-Wedding in der Sparrstraße. Aber das ist nicht das Problem.

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Guilty Pleasures: Der Fotografin Odeta Catana zeigen Menschen ihre geheimen Laster.
15.02.2017 by

Jeder von uns hat eine heimliche Leidenschaft. Und es wäre uns vielleicht gar nicht recht, wenn jemand dahinter käme, denn manch ein persönliches Vergnügen könnte ein wenig peinlich sein… Doch die rumänische Fotografin Odeta Catana hat es geschafft, Menschen und ihre Laster zu porträtieren. Die Serie wurde weltweit gefeiert. Nun sind die Bilder im Rumänischen Kulturinstitut in Berlin zu sehen.

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Eine junge nackte Frau liegt auf dem Bauch und schaut verträumt in die Ferne, in der Hand hält sie einen Fön. Unter dem Foto steht: "Ich fühle mich schlecht, wenn ich sage, ich tue das gerne. Weil ich weiß, wie verrückt das klingt." Das heimliche Laster der Frau ist: Nackt schlafen mit dem Geräusch eines Föhns.

Eine Afrikanerin, die sich dafür schämt, die bunte grelle Kleidung ihrer Heimat in Deutschland nicht öffentlich tragen zu wollen. Ein Rumäne, der leidenschaftlich gerne Streichhölzer verbrennt und bekennt: "Ich fühle mich schlecht, weil ich es mag, zuzusehen, wie die komplexesten Dinge vom Feuer aufgefressen werden."

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Ich bin eine schüchterne Person und verstecke mich lieber hinter der Kamera, gibt Odeta Catana zu.

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Das Dogma des NOMA. Ein spannender Dokumentarfilm blickt hinter die Kulissen eines der besten Restaurants der Welt.
05.02.2017 by

Bilder können keinen Geschmack vermitteln. Sie können erzählen, dass etwas kross gebraten, dampfend heiß oder roh und naturbelassen ist. Doch wie Seeigel mit Haselnüssen oder unreife Holunderbeeren in Salzlake munden – das bleibt das Geheimnis des Films über das beste Restaurant der Welt, das NOMA in Kopenhagen.

k_10Rentierflechte-CopyrightPierreDeschamps Rentierflechte.  © Pierre Deschamps

Bilder können also nichts über Geschmack verraten. Sie können aber spannende Geschichten in betörenden Bildern erzählen. Und so erzählt der Film die Geschichte eines Kochs und seiner Vision, die die kulinarische Welt veränderte und der nordischen Küche und vor allem Dänemark einen weltweiten hypeartigen Ruhm bescherte.

 01_Rene+Redzepi+testet+gemeinsam+mit+seinem+Gericht+neue+GerichteRene Redzepi testet neue Gerichte. ©Pierre Deschamps

 

Enfant terrible der Haute cuisine

René Redzepi ist ein Superstar der nordischen Food Szene und ein Enfant terrible der Haute cuisine. Denn er kredenzt seinen Gästen Ameisen und Rinden, fermentierte Wurzeln und geräuchertes Moos.

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Litauen tanzt. Die Kuratorin des Festivals Ingrida Gerbutavičiūte im Porträt.
01.02.2017 by

Berlin hat eine brodelnde Tanzszene – unzählige Bühnen für moderne Bewegungskunst, ein Festival jagt das nächste. Allein im Januar gab es bereits drei spannende Tanz-Events, allen voran die Tanztage Berlin. Am 1. Februar, beginnt schon das nächste – „Litauen tanzt.“ Zum vierten Mal präsentiert sich in Berlin die spannende Tanzszene des kleines Landes im Baltikum. Die Frau, die die Idee dazu hatte, ist Ingrida Gerbutavičiūte.

 

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Ingrida Gerbutavičiūte ist keine Berlinerin mehr. Sie ist vor kurzem nach Frankfurt am Main umgezogen – ihr Mann hat dort einen Job bekommen. Sie vermisst Berlin: "Das Kosmopolitische, die Vielfalt an Menschen, an Meinungen, Kunstformen und die Freiheit zu Experimentieren."

Ingrida Gerbutavičiūte hat zu schätzen gelernt, dass das Berliner Publikum, die kreative Szene, sehr offen allem Neuen gegenüber ist. In ihrer Heimat Litauen haben die Zuschauer öfters vorgefertigte Meinungen, wie etwas zu sein hat, welche Technik, welcher künstlerischer Ausdruck „richtig“ sind. In Berlin dagegen, sagt sie, gibt es keine Normen.

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Hochprozentiges Lesevergnügen: Liquid Berlin. Die Stadt trinkt. Ein Reiseführer durch die Berliner Bar- und Spirituosenszene.
29.01.2017 by

Dass Berlin so´ne Art Hauptstadt der experimentellen und trendigen Küche ist, weiß man schon. Aber auch was das Trinken angeht, kann die Stadt sich sehen lassen. In Berlin gibt es rund 900 Kneipen und 190 Bars – und da wird nicht nur Berliner Kindl und Berliner Weiße serviert. Eine innovative Bar-Szene, experimentelle und traditionelle Spirituosenherstellung, Kraft-Bier-Brauereien – es gibt viel zu trinken in der deutschen Hauptstadt. Es wurde also Zeit, der Trinkkultur Berlins in einem Buch zu huldigen: Liquid Berlin. Die Stadt trinkt.


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Ein kleiner Einblick in die Szene

Wer ein Rezeptbuch für Cocktails erwartet, wird nicht enttäuscht. Liquid Berlin kredenzt ein paar richtig nette Rezepte für coole Drinks. Allem voran – Happy Hipster, eine Berliner Kreation auf Basis des alten Berliner Kräuterlikörs Mampe, der nach langer Zeit wieder produziert wird. Oder eine spannende Neu-Entwicklung der Berliner Weiße. Ohne dem Schuss Waldmeistersirup, dafür aber mit Kümmel und Sauerampfer-Sorbet serviert.

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i,Slam: Gesellschaftskritische Kunst mit und ohne Hijab.
14.01.2017 by

 

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Der Bericht über die Verleihung des 1. i,Slam-Preises für gesellschaftskritische Kunst auf dem Portal "Kultur öffnet Welten".

i,Slam: Fünf Jahre Poetry-Slam und ein Kunstpreis


Seltene Einblicke: Eine Probe beim Staatsballett Berlin
09.01.2017 by

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Ligia Lewis: „Berlin ist nicht mein Zuhause, aber der Ort, wo ich tun kann, was ich will.“
24.11.2016 by

Ligia Lewis ist eine feste Größe in der Berliner Tanzszene. 2015 gewann sie mit ihrer in Berlin kreierten Choreografie Sorrow Swag den renommierten Prix Jardin d’Europe beim ImPulsTanz Festival in Wien. Ein Ritterschlag in der europäischen Tanzcommunity. Am 24. November 2016 präsentierte die Amerikanerin ihr e zweite große Choreografie Minor Matter im Hebbel am Ufer. Ein Besuch bei der Probe

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Ligia Lewis sitzt vorne auf der Bühne und liest vom Display ihres Handys einen Text ab. Eine Passage aus Herman Melvilles Erzählung Bartleby, der Schreiber, in der ein weltentrückter Angestellter sich seiner Arbeit, seinem Umfeld und schließlich dem Leben verweigert – immer mit dem sanftmütigen Spruch „Ich möchte lieber nicht“. „ I´d prefer not to“.

"Wir spielen mit westeuropäischen Bildern."

Der Text geht in Tanz über, Ligia Lewis und einer ihrer beiden Tanzpartner trippeln entlang der Bühnenkante, während der andere Maurice Béjarts Choreografie zum Ravels Bolero paraphrasiert:

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Dia de los Muertos in der Markthalle neun.
20.11.2016 by

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Die Kreuzberger Markthalle neun scheut keinen Anlass, um zum schlemmen und trinken einzuladen. Selbst der mexikanische Tag der Toten, Dia de los Muertos, erweist sich als eine lukullische Gelegenheit.

 

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Ein Totentänzchen gefällig?

 

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Gelbe Getränke heben die Laune doppelt so schnell!

 

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Der mexikanische Agavenschnaps Mezcal ist immer nocht ein Geheimtipp unter den Spirituosen.

 

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Original mexikanisches Essen gibt es bei Edilicios, den Gewinnern der TV-Kochschow "Karavane der Köche" mit Tim Mälzer und Roland Trettl.

 

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Piñatas made in Berlin.

 

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Pan de Muerto. Das traditionelle Totenbrot. Süß und fruchig. Ein gar nicht so entfernter Verwandter des deutschen Hefezopfes.

 

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Viva la Mexico!

 

Dia de los Muertos in der Markthalle neun. 20.11.2016


„Fett – und das ist auch gut so!“
14.11.2016 by

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Wie dicke Menschen gegen Vorurteile kämpfen.

Eine Kulturtermin-Sendung

im Kulturradio vom Rundfunk Berlin Brandenburg

am 12.11.2016.

Die Sendung kann bis zum 19.11.2016 online angehört werden.

Link zur Sendung